Die zweiten Herren der SG Hamburg-Nord unterliegen am späten Sonntag Abend 31:28 (15:13) dem SC Alstertal-Langenhorn und müssen die erste Niederlage im jungen Jahr 2012 und obendrein eine Verletzung von Kolja Jessen hinnehmen.
Dabei begann das Spiel ausgeglichen; beiden Mannschaften war ihre Motivation anzusehen, ging es doch in diesem Spiel um Platz 5 in der Hamburg-Liga. Kein Team konnte sich so richtig absetzen (3:3, 9. Minute), obwohl die Chancen dazu gegeben waren. Erst in der zwölften Spielminute konnten sich die Gastgeber von uns auf zwei Tore absetzen (7:5). Jedoch sollte dieser Vorsprung nicht lange währen, denn kurze Zeit später glichen wir zum 10:10 (19.) aus. Doch nun ging die Alstertaler Abwehr entschlossener zu Werke, während sich bei uns technische Fehler einschlichen. Zudem begannen wir uns von der Deckungsweise des Gegners irritieren zu lassen, was in überhasteten Abschlüssen und unvollendeten Angriffen endete. SCALA konnte den Vorsprung von zwei Toren wiederherstellen (12:10, 23.). An dieser Differenz änderte sich bis zum Halbzeitpfiff der Schiedsrichter nichts mehr (15:13, 30.).
Nach Wiederanpfiff waren wir wild entschlossen, das Spiel zu drehen, und so erzielten wir gleich den Anschlusstreffer zum 15:14 (32.). Doch was dann geschah, kann noch immer keiner erklären. Binnen fünf Minuten legten die Alstertaler einen 6:0-Lauf hin (21:14, 37.). Technische Fehler, verschlafene Abwehrarbeit, unkonzentriertes Aufbauspiel. Von diesem Schock erholten wir uns nicht allzu bald, sodass man diese ersten Minuten der zweiten Halbzeit als kleine Vorentscheidung sehen kann. Wir taten uns schwer, wieder ins Spiel zu finden (22:16, 39.) und die Gastgeber verwalteten ihre Führung (26:20, 45.). Unser Angriff ideenlos, die Abwehr hingegen steigerte sich (27:22, 49.). Erst in der Schlussphase der Begegnung kämpften wir uns mühevoll ran und verkürzten auf 29:26 (57.), allerdings auf Kosten einer Verletzung Kolja Jessens, für den das Spiel mit Verdacht auf Außenbandriss vorzeitig beendet war. An dieser Stelle wünschen wir Kolja eine gute Besserung! Es blieben also noch drei Minuten, um drei Tore aufzuholen, an sich eine schwierige, aber machbare Aufgabe. Aber nicht an diesem Tag. Die Szenen des Hinspiels, in denen wir nach lange anhaltendem Rückstand in den Schlusssekunden zum 33:33-Remis getroffen haben, sollten sich nicht wiederholen. Stattdessen wurde SCALA ein Siebenmeter zugesprochen, den der Schütze zum 30:26 (58.) verwandelte. Das Spiel war gelaufen.
Ein Unentschieden ist vielleicht wieder drin gewesen, verdient wäre es bei der Leistung jedoch keinesfalls. Zu viel technische Fehler und zaghaftes Verhalten in der Abwehr standen uns heute im Weg. Zudem zeigte Alstertal in den entscheidenden Situationen mehr Biss. Und so bricht die Serie von sechs nicht verlorenen Spielen. Jetzt heißt es, Stehaufmännchen zu sein.
Mittwoch steht das Pokalviertelfinale auf dem Spielplan. Gegner ist die HG Hamburg-Barmbek, derzeit Zweiter der Hamburg-Liga. Doch wer sich an das Liga-Hinspiel erinnert, der weiß, dass die Barmbeker am Rande einer blamablen Niederlage standen und lange für den 27:29-Sieg kämpfen mussten. Einen Tag nach dem Valentinstag wird bei uns keine Liebe verschenkt. Anpfiff ist um 20:15 Uhr im Tegelsbarg.
Die Torschützen der SG Hamburg-Nord: Alexander Hennings (6), Timo Tennenbaum (5), Kolja Jessen (4), Jonas Riefel, Andreas Finnberg (je 3), Lars Gatermann, Andreas Feindt (je 2), Alexander Kroner, Hendrik Begerow, René Meyer (je 1)
Zeistrafen: 3:3
Spielfilm: 1:1 (2. Minute) – 2:2 (6.) – 4:4 (10.) – 9:7 (14.) – 10:10 (19.) – 12:10 (23.) – 15:13 (30.) | 17:14 (33.) – 21:14 (37.) – 22:18 (40.) – 26:21 (46.) – 28:23 (52.) – 29:25 (56.) – 31:28 (60.)
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