Nach einer mitreißenden, hart umkämpften Begegnung unterliegen die zweiten Herren der SG Hamburg-Nord 26:28 (13:17) der HG Hamburg-Barmbek und scheiden dadurch aus dem Hamburger Pokal aus.
Ein Mittwoch Abend und dennoch war der Tegelsbarg für diese außerordentliche Terminierung ganz gut besucht. Und die Zuschauer sahen sogleich einen guten Start des vermeintlichen Underdogs. Über ein zwischenzeitliches 4:2 (7.) entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir mit dem Favoriten aus Barmbek, der derzeit den zweiten Platz in der Hamburg-Liga belegt, durchaus mithalten konnten (5:6, 14.). Beide Mannschaften wollten früh ein Zeichen setzen, dass heute nichts zu verschenken sei, und so war die Begegnung schon bald pikant gewürzt. Zum Beispiel als Tobias Nick und der Barmbeker Kreisläufer bei einer Abwehraktion aneinander gerieten und die ersten unschönen Worte ausgetauscht wurden. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft, und wir blieben dran (9:10, 21.). Sinnbild der ersten Halbzeit waren unter anderem auch ausgelassene Torchancen auf beiden Seiten. Waren die Gäste verunsichert, bzw. überrascht wegen unserer forschen Deckungsweise? Zumindest schüttelten sie dies alsbald ab, und bestraften unser zu Ungefährlichkeit verkommenes Angriffsspiel (11:15, 27.); mit 13:17 ging es die Kabinen.
Auch die zweiten Halbzeit sollte von hart zupackenden Abwehrreihen geprägt sein. Es war ein Spiel eben jener, der Torhüter und der ausgelassenen Torchancen. Am Rückstand änderte sich vorerst wenig (16:20, 37.), und doch blieb der Ausgang der Partie immer offen. Unsere Abwehr arbeitete gut, kam zu Ballgewinnen, doch ließen wir die Vorteile zu oft ungenutzt (19:23, 49.). Der Umgang wurde zunehmend rauer, der Einsatz noch härter, ein Pokalfight, dessen Schlussminuten es in sich hatten. Der bis hierhin ohnehin schon hohe Unterhaltungswert steigerte sich, als Hendrik Begerow in der 57. Minute den 24:25-Anschlusstreffer und Jan Finkelmeyer den Ausgleich zum 25:25 (58.) erzielten. Die Halle tobte. Aber leider fehlte uns – ähnlich wie im Liga-Hinspiel – das Quäntchen Glück und Abgezocktheit, den wankenden Goliath umzustoßen. In den letzten 120 Sekunden trafen die Barmbeker dreimal in Folge (25:28, 60.) und entschieden das Spiel für sich. Den Schlusspunkt setzte Tobias Nick mit einer Einzelaktion zum 26:28-Endstand.
Ein großartiger, aufopferungsvoller Kampf wird leider, leider nicht belohnt, doch ganz so ungerecht ist das Ergebnis nicht. Hatten doch die Gäste, die sich an diesem Abend sicherlich nicht mit Ruhm bekleckerten, in den entscheidenden Situation die Ruhe, die uns gefehlt hat. Wieder einmal ein ganz knappes Spiel gegen die HGHB, wieder bleibt der Tegelsbarg ein hartes Pflaster für jede Mannschaft. In zehn Tagen messen wir uns erneut mit dem nun Halbfinalisten, hoffentlich haben wir dann die Ruhe, zwei Punkte einzufahren.
Zunächst kommt auf uns aber ein wichtiges Spiel in der Hamburg-Liga zu. Am Sonntag, 19.02., empfangen wir den AMTV Hamburg (Platz 11, 9:23 Punkte) im Tegelsbarg. Ein Sieg ist Pflicht, um dem Klassenerhalt wieder ein Stückchen näher zu kommen und Platz 8 zu verteidigen. Anwurf ist um 18 Uhr.
Die Torschützen der SG Hamburg-Nord: Jan Finkelmeyer (6), Hendrik Begerow (5), Alexander Hennigs (5), Andreas Finnberg (3), Tobias Nick (2), Timo Tennenbaum, Tim Mauersberger, Jonas Riefel, René Meyer, Andreas Feindt (je 1)
Zeitstrafen: 3:5
Spielfilm: 0:1 (1. Minute) – 4:2 (7.) – 4:6 (13.) – 5:7 (19.) – 11:12 (23.) – 11:15 (27.) – 13:17 (30.) | 14:17 (33.) – 16:19 (37.) – 18:21 (42.) – 20:23 (49.) – 22:25 (53.) – 25:25 (57.) – 26:28 (60.)
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