Schon die ersten Minuten ließen erahnen, wohin die Reise gehen sollte. Hamburg-Nord drückte von Beginn an aufs Tempo, suchte konsequent den Abschluss über den Rückraum und setzte Oldenburg sofort unter Druck. Enna Thöming eröffnete die Partie mit einem Doppelschlag, ehe Mija Unbehaun und Catalina Studt nachlegten. Beim 6:2 nach nicht einmal drei Minuten griff Oldenburg bereits zur ersten Auszeit – Wirkung zeigte sie nicht. Zwar kam der Gast zwischenzeitlich noch einmal auf 7:6 heran, doch ein schneller Zwischenspurt brachte die SG wieder klar nach vorn.
Bis zur Pause führten die Gastgeberinnen mit 23:15, vor allem getragen von der enormen Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Thöming (16 Tore) und Unbehaun (9) waren kaum zu stoppen, dazu überzeugte Lena Sosnówka (10) mit sicher verwandelten Würfen. Oldenburg versuchte es immer wieder mit dem 1-gegen-1, fand aber kaum Lücken gegen die aufmerksame Deckung der SG.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Klassenunterschied. Hamburg-Nord drehte weiter auf, Oldenburg ging spürbar die Luft aus. Zwischen der 31. und 41. Minute legte die SG einen 11:0-Lauf hin, der das Ergebnis in astronomische Höhen schraubte. Fast jeder Angriff fand sein Ziel, ob über den Rückraum, über die Außen oder nach Ballgewinnen im Tempospiel. Besonders bemerkenswert: In der zweiten Halbzeit ließ die SG gerade einmal acht Gegentreffer zu.
Am Ende stand ein 51:23, das in dieser Altersklasse und auf Bundesligaebene Seltenheitswert hat. Viel wichtiger als das Ergebnis war aber die Art und Weise: Spielfreude, Variabilität im Angriff und eine geschlossene Mannschaftsleistung ließen erahnen, welches Potenzial in diesem Team steckt.








