Schulhandball/ Schulkooperationen

Heutzutage ist es für Eltern nicht immer einfach, Kinder zum Training zu fahren und abzuholen. Zusätzlich wollen Kinder heutzutage eine lange Zeit mehrere Sportarten gleichzeitig betreiben. Um die SG Hamburg-Nord und unseren Handballsport in der umliegenden Gegend bekannt zu machen und Kinder für unseren Sport zu begeistern, gibt es eine Reihe von Schulkooperationen, die im Rahmen der Ganztagsbetreuung stattfinden, also keinen zusätzlichen Aufwand für die Eltern bedeuten.

Im Rahmen der Schulkooperation der Hamburger Sportjugend führt die SG Hamburg-Nord solche Projekte mit ausgebildeten und lizensierten Trainern (C-Lizenz DHB) durch. Das Angebot an Schulkooperationen variiert von Jahr zu Jahr. Dies liegt zum Einen an den Möglichkeiten der Schulen, aber vor allem an der Verfügbarkeit von qualifizierten Trainern an frühen Nachmittagen. Durch unsere hervorragende Jugendarbeit verfüg die SG auch über sehr junge und lizensierte Trainer, die in der Phase zwischen erfolgreichem Schulabschluss und Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung die Zeit haben, solche Gruppen zu trainieren. Dies aber in jedem Jahr gleichmäßig sicherzustellen, ist uns leider nicht möglich.

Derzeit (2018/2019) finden Handball-AG’s ab dem Vorschulalter an den Grundschulen Alsterredder, Redder und Hasenweg in Sasel sowie der Grundschule Duvenstedter Markt statt. Diese Gruppen sind mit 15-20 Teilnehmern voll besetzt und werden zurzeit von Jugendtrainern der SG mit C-Lizenz betreut. 

Da auch die umliegenden weiterführenden Schulen ihre Ganztagsbetreuung ausbauen, gibt es derzeit (2018/2019) auch AG’s für die Beobachtungsstufe (5./6. Klasse) an den Gymnasien Ohlstedt und Grootmoor. Diese AG’s sind noch nicht ausgelastet, aber wir sind zuversichtlich, dass sie sich etablieren werden. Darüber hinaus werden die Sportklassen des Carl von Ossietzky Gymnasiums in Poppenbüttel in der 5. und 6. Klasse im Rahmen der zusätzlichen Sportstunde von B- und C-Lizenztrainern der SG nicht nur an die Sportart herangeführt, sondern auch gezielt gefördert.

Neben der Kooperation haben zahlreiche weiterführende Schulen Schulmannschaften, die mit SpielerInnen der SG Hamburg-Nord gespickt sind. Besonders hervorzuheben ist das CVO, das in den vergangenen Jahren mit seinen Schulmannschaften sehr erfolgreich war. Regelmäßig liegen sie im Hamburger Vergleich bei „Jugend trainiert für Olympia“ weit vorn bzw. gewinnen die Hamburger Meisterschaft, um dann rufen zu können: „Berlin Berlin – wir fahren nach Berlin!“.

Minis/ Zwerge

Früh übt sich! Bevor der offizielle Spielbetrieb des Hamburger Handballverbandes mit der E-Jugend (9-10 jährige) startet, beginnen wir schon Mädchen und Jungs an das Handballspiele heran zu führen. 

Mit 4-5 Jahren bieten wir für Mädchen und Jungs jeweils eine Handball-Zwerge-Gruppe an, in anderen Landesverbänden werden diese Gruppen Super-Minis genannt. Zwischen 6 und 8 Jahren gibt es verschiedene Mini-Gruppen, zumeist nach Jahrgang getrennt und je nach Anzahl der Interessierten auch nach Mädchen und Jungs getrennt. Aufgrund unseres großen Einzugsgebietes, spielen in diesem Alter aber zumeist die Trainingshallen eine größere Rolle als Alter und Geschlecht. Die Trainingsorte sind im Bereich Sasel und Poppenbüttel verteilt und die Trainingszeiten an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst. Für weitere Informationen schauen Sie bitte in die Übersicht der Trainingszeiten und -orte. 

Die Handball-Zwerge  Laufen, hüpfen, rennen, klettern, balancieren, fliegen und vieles mehr. Es geht um Bewegung, Koordination und das Gefühl für einen Ball. Dazu gibt es verschiedene Bälle zum Ausprobieren. Damit es auch allen Kleinen Spass macht, runden wir mit kleinen Tick- und Fangspielen das Bild ab.

Die Handball-Minis erlernen erste Grundlagen des Handballspiels wie Fangen, Prellen und Werfen. Die beliebten Tick- und Fangspiele werden intensiver. Auch gibt es bei den Minis schon richtige Mannschaften. Die Highlights sind die monatlich stattfindenden Mini-Spielfeste. Die umliegenden Vereine richten kleine Turniere für dutzende Mannschaften aus. Hier wird neben dem Handball-Spielen auf verkleinerten Spielflächen und mit 5 Spielerinnen oder Spielern pro Team, auch die Möglichkeit zum Toben auf weitläufige Spielflächen angeboten. Die Eltern sitzen auf den Tribünen und feuern ihren Nachwuchs bei den Spielen an – die Stimmung ist gut. Dabei ist klar: Es geht nicht ums Ergebnis sondern ums Erlebnis. Gekämpft wird schließlich um jeden Ball, wie bei den Großen. Nach ca. 3 Stunden und einigen Spielen ‘in den Knochen’ kann der Sonntag dann der Familie gehören.

Im letzten Mini-Jahr beginnen wir, die Kinder an das große Handballfeld und an die Teamgröße von 7 Spielern zu gewöhnen. Teilweise melden wir schon Mannschaften für die Rückrunde der „Eingewöhnungsstaffel“ des Hamburger Handball-Verbandes und gewöhnen Sie an den Punktspiel-Betrieb. Spätestens aber im Sommer des 3. Jahres, bestreiten wir Turniere als E-Jugend.

Welche Mini-/Zwergengruppe für Ihr Kind die geeignetste ist, erfahren Sie am Besten bei unserer 2.Vorsitzenden für den Mini-Bereich: >Link<

 

Mini-Spielfeste

Die Mini-Gruppen des Vereins spielen zwischen September und April auf einigen Mini-Spielfesten der Region ihre ersten Handballspiele. Typischerweise finden diese in Niendorf, Norderstedt, Langenhorn, Poppenbüttel und Hoisbüttel statt. Je nach Alter und Erfahrung spielen die Mannschaften ca. 3 Spiele an einem Sonntag Vormittag oder Nachmittag. Dazwischen haben sie Zeit, sich in den aufgebauten Spielzonen zu bewegen und mit anderen Kindern zu spielen. Für das leibliche Wohl von Kindern und Eltern ist in der Regel durch Verkaufsstände gesorgt, deren Einnahmen in die jeweiligen Jugendkassen der Vereine fliessen. Es ist also eine gute Sache, dort etwas zu kaufen, anstatt alles mitzubringen.

Organisiert werden diese Spielfeste von durchweg ehrenamtlichen Helfern der Vereine, und das ist nicht wenig Arbeit. Nach der Anmeldung der Vereine, müssen Spielpläne erstellt und koordiniert werden. Da hierbei der Spass im Vordergrund stehen soll, müssen die Leistungsstände der Teams abgefragt und aufeinander abgestimmt werden. Solche Spielpläne sind wirklich herausfordernd. Die Arbeit beginnt aber richtig am Tag vor dem Mini-Spielfest:

Beliebige Spielfest-Halle in Hamburg an einem Samstag Abend
  • 21 Uhr - Nach dem letzten Punktspiel  beginnt das Aufbauteam mit seiner Arbeit. Zumeist muss die Halle noch aufgeräumt werden, dann beginnt das Markieren der Mini-Spielfelder (2-3 Felder werden gebraucht), der Zusammenbau der kleinen Tore und der Aufbau der Spielzone für die Kleinen. Außerdem müssen schon Ansagepult, Verkaufsstände und ähnliches aufgebaut werden. Dabei helfen alle Mini-Trainer, einige Eltern, manch ein Jugendlicher des Vereins, der freiwillig und gerne dabei hilft. Bis 22 Uhr muss alles stehen, denn dann wird die Halle geschlossen. Nach getaner Arbeit, gehen alle wieder nach Hause zu Ihren Familien.
  • 08:45 Uhr - Am Sonntag morgen geht es dann schon weiter. Das Orga-Team, bestehend aus Trainern, Vätern und Müttern, allesamt sehr engagiert im Verein, sind schon da und beenden den Aufbau, bereiten die letzten Feinheiten vor. Es herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Das ändert sich schlagartig, wenn die Kinder und Eltern die Halle stürmen. 
  • 09:15 Uhr - Der Lärmpegel steigt merklich in dem Masse, in dem sich die Tribünen mit Eltern und ihren Sprösslingen füllen. Überall ziehen sich die Kleinen ihre Trikots an, werden T-Shirts und Hosen von Mama oder Papa ordentlich zusammen gelegt. Zu jeder Zeit befinden sich hier knapp 200 Personen in der Halle, davon 50-70 Kinder. Die Trainer und Trainerinnen sammeln ihre Mannschaften zusammen, erklären, geben Anweisungen. Die Jungs werfen munter Bälle auf die Tore, wohingegen die Mädchen doch etwas zaghaft scheinen. Lieber erst mal abwarten und schauen . . . Die Spielzone wird sofort von allen in Beschlag genommen.
  • 09:30 Uhr – alle sind aufgeregt. Die Begrüßung ist erfolgt und die ersten Spiele beginnen. Von nun an heisst es für alle Teams im 12 Minuten Takt um Ball und Tore kämpfen. Die quer aufgebauten Felder sind für 6-8jährigen allemal groß genug. 4 Feldspieler und ein Torwart stehen sich pro Mannschaft gegenüber. Die Regeln sind auf die wesentlichen beschränkt: Einwurf, Tor (der berühmte Doppelpfiff), Freiwurf und Anwurf. Schritte? Schrittfehler? Hier sind die Schiedsrichter sehr großzügig. Denn Laufen und Prellen gleichzeitig ist koordinativ sehr anspruchsvoll. Und man ist viel schneller unterwegs, wenn man den Ball einfach festhält und losrennt! Nun ja, so nach gefühlten 15 Schritten muss dann dieser Tempogegenstoss abgepfiffen werden. Die Schiedsrichter – zumeist engagierte Jugendliche aus dem Verein - sind hier gefordert, die Regeln zu erklären, denn hier lernen die Kleinen sie schneller als im Training. Viele der jungen Balljäger sind erst seit ein paar Monaten bei den Minis. Hier können wir gut sehen, wie komplex das Handballspiel ist: ständig ändert sich das Spielgeschehen, weil der Ball permanent seine Position – und oft die Richtung! – ändert. Dementsprechend laufen die Kinder. Für manche ist das jetzt noch zu viel. Fällt ein Tor, jubeln alle: der Torschütze, seine Mitspieler, die Auswechselspieler, die TrainerInnen – und die Eltern!
  • 10 Uhr - Halbzeit im ersten Spielabschnitt. Der Lärmpegel ist nichts für empfindliche Ohren! So langsam schwitzen auch die Trainer und Trainerinnen. Es ist anstrengend, die Handballflöhe immer wieder rechtzeitig einzusammeln – „wo laufen sie denn?“ Sie laufen auf und unter der Tobelandschaft, sie laufen an der Seite, sie sitzen bei ihren Eltern. 12 Minuten betreuen, das heisst auch, 12 Minuten alles aus den Stimmbändern heraus zu holen, quasi Pavarotti und Bartoli an der Seitenlinie. Und die Uhr im Blick haben. Schließlich wollen alle Kinder spielen und man darf das Auswechseln nicht vergessen. Und Anweisungen fürs Spielgeschehen reinbrüllen: „hol dirden Ball“ – „wen deckst du?“ „jeder hat einen“ „kommt zurück, Mittelanwurf“, „wirf“ „wiiiiirf!!!“
  • 12 Uhr - Der erste Spielabschnitt ist beendet. Alle haben ihr Bestes gegeben. Jedes Kind hat eine kleine Süßigkeitentüte und eine Caprisonne erhalten. Schließlich sind hier alle Sieger. Es kehrt etwas Ruhe ein. Die Kleinen sind, je nach Verlauf, stolz, glücklich, noch aufgeregt, etwas deprimiert – „ich habʻ nie den Ball gekriegt“ – abgekämpft, müde. Die BetreuerInnen sammeln die Trikots wieder ein, verabschieden sich von ihren Sprösslingen und deren Eltern und wünschen schöne Sonntage. Die haben langsam auch genug und sorgen für Ordnung. Plastikdosen und Trinkflaschen verschwinden wieder in den Körben. Durchatmen für die TrainerInnen. Kurze Gespräche untereinander, hier und da ein Lachen. Kräfte noch mal bündeln, denn in 30 Minuten beginnt der zweite Abschnitt mit den fortgeschrittenen Minis – obwohl die Kinder und Eltern zum Teil schon da sind.
  • 12:30 - Es ist nicht ganz so laut. Gut. Nein, sehr gut! Die grösseren Minikinder und ihre Eltern sind schließlich schon alte Hasen. Routiniert zieht man sich um, kommen Trinkflaschen zum Vorschein. Natürlich gibt es auch hier freundliche Begrüssungsworte. Die Schiedsrichter wechseln. Hier wird auch schon mehr gepfiffen: Übertritt und „ordentliche“ Tempogegenstösse, also nur noch so ca. 3-5 Schritte . . . Die Mannschaften zeigen ihr handballerisches Können: die offensive Manndeckung klappt bei vielen Teams, sicheres Fangen und Passen ebenso. Auch das Laufen mit Prellen ist hier keine Herausforderung. Entsprechend schnell wird der Ball bereits gespielt und es fallen dadurch viele Tore. Auch der eine oder andere „Wolf“ oder „Heinevetter“ zeigt durch Reaktionsschnelligkeit und Mut sein frühes Talent. Die Begeisterung auf den Rängen ist entsprechend.
  • 15 Uhr - Das Spielfest neigt sich dem Ende: der letzte Spielabschnitt läuft, alle Süßigkeiten sind angefordert oder bereits ausgeteilt. Durch das Mikrofon kommt die freundliche Aufforderung, dass „unsere“ Eltern beim Abbau behilflich sind frei nach dem Motto „viele Hände schaffen ein schnelles Ende“. Alle packen an – die Tobelandschaft verschwindet innerhalb weniger Minuten im Geräteraum. Bloß nichts falsch weg stauen, das gäbe Ärger mit der Schule . . . . Zum Glück gibt es Fotos, die zeigen, wo was hingehört. Die Klebebänder werden in langen Stücken abgerissen und auch die rot-weiß bemalten Einzelteile der kleinen Tore  werden wieder geschleppt. Dornröschenschlaf bis zum nächsten Mini-Spielfest. Oben auf dem Gang wird der gröbste Müll eingesammelt; ebenso auf den Tribünen. Und nicht gerade wenig. 
  • 15:30 Uhr - Es wird wieder ruhig in der Halle. Das Orga-Team, die Trainer und die Schiedsrichter sind glücklich und erschöpft.